Wagenrad
Wagenrad: «Von der Idee zum Herzensprojekt»
Ein spontaner Gedanke wurde zur Inspiration: Aus alten Wagenrädern, indianischer Symbolik und indianischem, handgefertigtem Ton entstand ein besonderes und praktisches Kunstwerk.
Die Entstehung des Wagenrades
Es begann mit den indianischen Tarotkarten von Gayan Sylvie Winter. Mit der Karte 10: Das kleine Medizinrad (entspricht dem Glücksrad).
Aufgrund dessen, mit einem Blitzgedanken, der Idee, verschiedene Materialien und Altes mit Neuem zu verbinden, ebenso das Schöne mit Praktischen zu Vereinen. Inspiration fand ich ganz besonders in der Karte 10.
Beschreibung der Karte 10 (Das kleine Medizinrad)
Im Osten des Medizinrades kreist der Adler. Er ist das Krafttier, welches dein spirituelles Wachstum fördert und über deinen Lebensweg wacht.
Im Süden sitzt der Coyote. Er symbolisiert die Unschuld deiner Kindheit. Er ist eines der Krafttiere, welches dir hilft Vertrauen in dein Leben zu entwickeln, deine Gefühle zu beachten und deine innere Balance zu finden.
Im Westen steht der Bär, er kennt die Antworten auf deine tiefsten Fragen und zeigt dir den Weg zu deiner inneren Wahrheit.
Im Norden wartet der Büffel. Er symbolisiert die allumfassende Weisheit des Lebens. Er lehrt dich das Geben, und er lehrt dich, was Dankbarkeit bedeutet.
Die Schwingungen des weißen Adlers umspannen das ganze Medizinrad. Er ist der Hüter der Schwelle, er ist der Hüter des heiligen Medizinrades.
Essenz:
Neubeginn – glückhafter Anfang – Wandel – Erfolg – positive Energie – vollendeter Zyklus – Dankbarkeit – Beginn einer neuen Lebensphase.
Die indianischen sind meine Lieblingskarten. Aufgrund dieser indianischen Eindrücke, bekam ich eine kleine Vorstellung, wie ich gestalten möchte. Gemeinsam mit Fränk machte ich mich auf die Suche nach alten Wagenrädern, und wir wurden nach Bleienbach auf einen Bauernhof geführt, wo die gut erhaltenen Räder auf uns warteten.
Für die Gestaltung der Schalen suchte ich diesen ganz besonderen Ton aus New Mexico, den ich vor Jahren kennengelernt hatte, als ich mit meinen Kindern in Roggwil einen Töpferkurs besuchte. Dieser Ton wird im offenen Feuer gebrannt, er ist sehr einzigartig. Während dem Brennen entstehen von Natur aus verschiedene, individuelle Muster (zusätzliche Effekte kann man mit Pferdehaar oder Federn bekommen).
Jede Schale wurde mit Freude und viel Herzblut geformt und trägt dabei nicht nur meine Handschrift, sondern auch eine Geschichte, die weit über das Material hinausgeht.
Während des Schaffens kamen neue Ideen dazu, so auch neue Materialien und Herausforderungen. Alles harmonisch zusammenzubringen forderte meinen Geist, Zeit und manchmal mehrere Versuche und Geduld. Und, es ist wie im Leben: «Garantie, dass die Schalen im Feuer nicht zerspringen gibt es keine». Damit es möglich ist, eine kleine Zeitliche Vorstellung zu bekommen: «an einer Tonschale arbeite ich ca. zwischen 30-40 Stunden». Nun ja, Rückschläge gehören auch dazu: «Doch das Zauberwort lautet, GEDULD = aushalten, durchhalten, dranbleiben!» Es ist fast so, als wenn, ein Bergsteiger den Mount Everest besteigt. 😊
Als wir den Gipfel erreicht hatten,😊 ich meine natürlich, als das Kunstwerk fertig war, durften Fränk und ich unsere Wagenräder bei Konfirmationen und Geburtstagen einweihen. Mit Freude und viel Aufwand kreierten wir Salate, Apéro-Platten und Dessert, die mit Dankbarkeit und grosser Bewunderung genossen wurden. An dieser Stelle nochmals ein besonderes Dankeschön an alle, die das erst möglich machten, besonders aber an Fränk, (30. Juli 2022 verstorben), der mit grosser Tatkraft und Freude entscheidend dazu beigetragen hat, dieses Projekt überhaupt zu realisieren.
Und es war mir auch ein Anliegen, sowie ein Ziel dieses Projektes, Tradition, Symbolkraft und Handwerk in Harmonie zu verbinden. Was nach drei Jahren Arbeit (2014 – 2017), für mein Empfinden und zu meiner eigenen Überraschung mehr als gelungen ist.


