Numerologie
Ausstellung Augenklinik Pallas in Olten, September 2024 bis Juli 2025
Der lange Weg über die Bilder und mein inneres Wachstum
Vielleicht könnte man auch sagen: Diese Bilder spiegeln mich, das Leben und meine Geschichte mit dem Wandel
Ich interessierte mich schon lange für die Numerologie. Nachdem ich mich selbst bei einer Numerologin beraten liess (2001), stiess ich einige Jahre später zufälligerweise auf das Buch von Editha Wüst und Sandra Schieferle.
Aufgrund meines Bildes, «Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar, aus: «Der kleine Prinz», dass ich in Collage und Acryl 2013 gestaltet habe, zusammen in Verbindung mit meinen Gedanken und diesem Buch der Numerologie, kam bei mir die Idee, die Symbolik daraus in Bilder umzuwandeln. Da ich mich zu dieser Zeit gerade intensiv mit der Zirbeldrüse des Menschen befasste, war es mir ein grosses Anliegen, zusätzlich in jedes Bild symbolisch ein Auge zu setzen. (Zirbeldrüse: Diether Broers).
Zirbeldrüse verstehe ich auch, als Symbolik für das 3. Auge. Ja, und so begann meine lange, spannende Entdeckungsreise, die mir viel inneres und äusseres Wachstum brachte. Nie hätte ich gedacht, dass diese eine Reise über so viele Jahre dauern würde. Es gab auch immer wieder Hoch und Tiefs und daraus folgende Aha-Erlebnisse, die wirklich sehr beeindruckend waren. So reiste ich nun von einer Reise zu einer neuen, oder eben auch von Bild zu Bild, die mich alle auf ihre Art berührt, begeistert, bereichert und auch manchmal herausgefordert haben.
In dieser Beschreibung fliesst ganz viel mit ein, was ich schon wusste oder in Verbindung bringe mit dem neu dazu Gelernten und natürlich, die Aha-Erlebnisse, die ich beim Reisen erfahren durfte. Auf diese Weise integriere ich auch Erfahrungen, Erlebnisse, Texte und Musik in die Bilder, vielmals gibt es auch Rückverbindungen zu den vorangegangenen Bildern. Sie werden es verstehen, wenn Sie anfangen in den Texten der jeweiligen Bildbeschreibungen zu lesen.
«Der Punkt und die Linie»
Basis: Die Zahl 1
In der Zahlenmystik wird die 1 als Schöpferimpuls gesehen. Sie ist unteilbarer Bestandteil aller Zahlen. Sie gilt als Yang-Zahl, die die männliche Energie als Impuls, Initiative, Aktivität und Bewusstseinskraft symbolisiert. In den drei grossen Weltreligionen, im Judentum, im Christentum und im Islam, steht die Zahl 1 für Gott, den Einen, aus dem alles entstanden ist. Darüber hinaus ist die 1 Symbol des aufrecht, stehenden Menschen. Jener Augenblick, in dem der Mensch sich erstmals aufrichtete und den Himmel über sich erkannte, symbolisiert in der Entwicklungsgeschichte den Moment seiner Bewusstwerdung. Die Zahl 1 ist ein und alles, sie ist vollkommen, weil sie unteilbar ist. Sie ist Anfang, Mitte, Ende und Mutter aller übrigen Zahlen. Die 1 ist in allen Kulturen dem Geist zugeordnet. In ihr ruhen der schöpferische Impuls und das kollektive Ideenpotenzial. Die 1. Stufe der Entwicklung ist ein ununterbrochener Prozess, der vom Menschen ausgeht und zum Menschen zurückkehrt. Die Zahl 1 ist unser Wille zum Leben und seine Bejahung.
Symbolik: Die 1 wird durch einen Strich/Linie oder einen Punkt/Kreis symbolisiert.
Die erste germanische Rune (Is, ein gerader aufrechter Strich) stand gleichzeitig für
Vater (= Gott) und für das Ego, für den Menschen als individuelle Person und unverwechselbare Einheit unter vielen «Ähnlichen». In der Geometrie wird die 1 ebenfalls durch einen Punkt dargestellt und ist praktisch unangreifbar. Punkte haben keine Länge, Breite oder Höhe, keine Ober oder Unterseite, sie haben überhaupt keine Ausdehnung. Bringen wir den Kreis, etwa von der Zahl 0, mit dem Punkt zusammen, erhalten wir das Symbol der Sonne:
Der Punkt ist der Samen, der sich in der Materie verankert, sich mit Licht füllt und so das Stoffliche auf eine neue Ebene hebt.
Beschreibung von: Editha Wüst und Sabine Schieferle
Der Mensch ist ganz, so, wie er ist. Also die Zahl 1 symbolisiert auch den Menschen. Nach Rudolf Steiner ist alles schon in der 1 enthalten. 2 Ohren, 2 Augen, 2 Arme, 2 Beine, 1 Nase und 1 Mund = 10 / also 1+0=1, ein Ganzes.
Auch in Linien und Punkten zu malen war sehr ungewohnt für mich und forderte meine volle Konzentration heraus.
So erinnert das Symbol der 1 auch an die Sonne (dieses ebenso in der Astrologie verwendet wird oder als Form einer Zelle dargestellt ist). Jetzt beginnt es so richtig spannend zu werden, denn: «Alles Lebendige, wie Menschen, Tiere und Pflanzen sind durch Zellteilung entstanden. Das Schaffende, Lebendige in uns ist kosmisches Bewusstsein. Als ich an diesem Projekt arbeitete, wurde mir so vieles klarer und bewusster, alles, wirklich alles hat einen tiefen Zusammenhang. Wenn Schwieriges auf uns wartet, um gelöst zu werden, erhalten wir einen gewissen Tiefgang, keine Oberflächlichkeiten. Deshalb erzähle ich hier auch von meinen Tiefgängen im Leben, die übrigens jeder Mensch auf seine Weise auch erlebt oder durchlebt. Sie waren der Auslöser für mich, um zu suchen, daran zu wachsen und mich zu wandeln. Es gab viel Umbruch und ich fing an, mich mit irdischen und geistigen Gesetzmässigkeiten zu beschäftigen.
In jedem Bild liegt etwas Tieferes, als einfach Malen.
Etwas vom Grossen, Ganzen, das mit uns allen in Verbindung steht und somit auch einen Teil meines Lebens, welches hier mit eingeflossen ist.
Nun zurück zu Bild 1 von 2018
In diesem Jahr 2018 erkrankte mein Bruder an Magenkrebs und nach Aussage des Arztes blieben ihm noch ca. 6 Monate zu leben. Schon vor 33 Jahren nach einem schweren Autounfall, den mein Bruder mit 24 Jahren hatte, war der Rollstuhl nach einer Querschnittlähmung sein ständiger Begleiter.
Diese war eine meiner schwersten Erfahrungen, damals mit 21 Jahren konnte ich mit diesem Schicksalsschlag nicht wirklich umgehen und brauchte Jahre um damit klar zu kommen. Es brauchte Zeit um diese Aufgabe anzunehmen, verstehen zu lernen und irgendwie zu verarbeiten, um damit umgehen zu können. Zu dieser Zeit gab es keine speziellen Begleitungen oder Gespräche und wir mussten irgendwie selber damit klar kommen. Heute bin ich dankbar für jede Erfahrung, ohne zu werten, die mich wachsen liess. Ich schreibe das hier bewusst dazu, da ich in dieser Bilderserie während der Zeit von 7 Jahren drei liebe, wichtige Menschen in eine andere Dimension loslassen musste oder durfte, die mir sehr nahestanden und mein Leben mitgeformt haben.
(Wandel/Transformation im tiefsten Sinne). Die Bilder begleiten mich auf diesem Weg, mit meiner Geschichte und dem grossen Wandel.
Meine Numerologin sagte einmal zu mir: Das war im Jahr 2001:
Zuerst sind die TRÄUME: Als Kinder haben wir Träume
Dann kommen die ILLUSIONEN: Schmerz entsteht, wenn die Illusion bricht. Viele Menschen verweilen lange oder Ihr ganzes Leben dort, vielleicht gerade deswegen, weil es so schmerzt (übrigens, war ich auch lange dort am verweilen).
Und zuletzt kommen die VISIONEN (Wenn die Seele ruft!) «und wie wahr! Mir ging es genauso!»
Dualität
Basis: Die Zahl 2
Die Zahl 2 ist eine magische Zahl, denn ohne die 2 gäbe es keine Entwicklung. Auf geheimnisvolle Weise symbolisiert sie die Leiter des Lebens, die Doppelspirale, in der die Erbanlagen programmiert sind. Man nimmt an, dass die 2 durch Abspaltung von der Ganzheit der 1 für die negativen Kehrseiten aller Dinge in der Welt verantwortlich ist: Adam und Eva, Gut und Böse, Hell und Dunkel, Richtig und Falsch usw. Die 2 ist also eine Zahl der Polarität, der Gegensätze, aber auch der Verbindung und die erste weibliche Zahl.
Symbolik: Zwei Halbkreise
Sie stehen für Zweiheit und Dualität, für Himmel und Erde, Schön und Unschön, Gut und Ungut, Verworren und Einfach, Bedingt und Unbedingt. Dieses Gegenseitige Gebrauchtwerden drückt die untrennbare und immer dynamische Verbundenheit allen Lebens aus. Ein weiteres Symbol für die 2 ist die Schlange, Sie steht für Weisheit und ist die Überbringerin für Erkenntnis. Mit dem aufkommenden Christentum wurde die Zahl 2 der Sünde zugeordnet, und die Schlange war ihr Symbol. Nach biblischer Überlieferung ist sie dafür verantwortlich, dass der Mensch sein Leben in Mühsal und Leiden verbringt, sie sei böse, heimtückisch, sündig und verführerisch. Die Schlange aber versinnbildlicht die Ewigkeit, die ewige Wiederkehr. In der indischen Philosophie ist die zusammengerollte Schlange Sinnbild der noch schlafenden Lebenskraft, der Kundalini.
Erst wenn der Lernende seine Kraftzentren, die Chakren immer mehr öffnet, d.h. deren Kraft und Energie in Harmonie und positives Wirken bringt, kann sich die Schlange die Wirbelsäule entlang nach oben schlängeln, ungeahntes Potential entfalten und zur Erleuchtung führen.
Beschreibung von: Editha Wüst und Sabine Schieferle
Wie hier sicher zu entnehmen ist, sind wir schon bei der Zellteilung und somit bei Bild Nr. 2 Dualität und bei den Polaritäten/Gegensätzen angekommen. Hierzu möchte ich eine wichtige Sache einbringen mit der ich mich ganz am Anfang nach meiner Trennung in der Malerei beschäftigt habe, das war 2003.
Polarität: Sonne/Mond, Hell/Dunkel, Schwarz/Weiss usw., vor allem aber mit dem Thema WEIBLICH / MÄNNLICH: «Das zum Thema Trennung-Dualität, als Entwicklungsprinzip, welches den Weg in Bewegung bringt.»
Auf diesem Weg habe ich so vieles gelernt und die Bilder waren treue Begleiter und Kompass zugleich. Sie gaben mir Halt (ERDE), zeigten mir eine Richtung (GEIST), und so fühlte ich mich auch im Ungewissen immer gehalten, getragen und liebevoll geführt.
MÄNNLICH: DIE 1 ist eine männliche Zahl und symbolisiert das Göttliche, das GANZE. Der Kreis und der Punkt von der 1 ist das Symbol der Sonne: Wie erwähnt, wird dieses auch in der Astrologie verwendet, oder eben als Zelle so dargestellt.
DIE SONNE: Stellt die männlichen Kräfte dar, wie z.B. Energie, Power, Entscheidungsfähigkeit, Durchsetzungs- und Handlungskraft oder- Handlungsfähigkeit.
Ein Beispiel: Wenn ich ein oder mehrere Bilder an die Leute bringen möchte, wie z.B. bei einer Ausstellung, da ist die männliche Seite gefragt, also die Handlung, das Tun (FEUER).
WEIBLICH: Ist die gefühlsbetonte Seite.
MOND: so z.B., wenn ich ein Bild male, etwas feines Koche, Blumen binde, den Kindern eine Geschichte erzähle oder eben die Wohnung gemütlich und liebevoll einrichte usw., ist die weibliche Seite gefragt. Hier sind wir im Gefühl (WASSER).
SONNE UND MOND, WEIBLICH UND MÄNNLICH
Das Weibliche und das Männliche in uns dürfen wir zusammenfügen, so wird Wachstum möglich.
Ohne Atmung kein Leben. (LUFT = Wachstum)
Wenn Frau, das Weibliche und Mann, das Männliche sich vereinen, entsteht Raum für Neues. Es kann neues Leben (Körperliche Ebene) oder eine neue Idee (Geistige Ebene) entstehen, oder ein neues Projekt geboren werden. Es muss nicht zwingend ein leibliches Kind sein, es kann auch symbolisch gesehen werden.
KIND
Basis: Die Zahl 3
Die Zahl 3 ist wohl die bedeutendste Glückszahl der Welt. Sie ist die Zahl der Entspannung, der Kreativität, der Fülle und der Lebensfreude. Sie ist eine geistige Zahl und die Zahl des Heilens, entstanden aus der Dualität – der Vereinigung des Männlichen und des Weiblichen. Die göttliche Dreifaltigkeit ist nicht nur im Christentum, sondern auch in anderen Kulturen bekannt. Das Auge Gottes ist von einem Dreieck umgeben. Auch in anderen Kulturen teilen 3 Götter die Herrschaft, ganz gleich, ob im Griechischen (Zeus, Poseidon und Hades) oder im Hinduismus (Brama, Vishnu und Shiva). Die ursprünglichste Form dieser Symbolik finden wir in der dreifaltigen Mondgöttin: Sie verkörpert die 3 Phasen des zunehmenden, des vollen und des abnehmenden Mondes. Auch die Heilige Jungfrau Maria vereint diese 3 Phasen, als Jungfrau, Mutter und Königin (alte Weise).
Diese 3 Phasen stehen für Werden, Sein und Vergehen, also Geburt, Leben und Tod oder Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Diese urtypische Symbolik zeigt sich auch bei den Heiligen Drei Königen. Die Bibel spricht von den Weisen aus dem Morgenland, ohne eine Zahl zu nennen. Daraus wurden mit der Zeit ganz selbstverständlich die «Heiligen Drei Könige».
Die 3 ist vor allem auch deshalb göttlich, weil sie das Geheimnis der Lebenskraft in sich birgt. Die Zahl 1 und 2 symbolisieren die Urpolarität: Männlich und Weiblich, aus deren Vereinigung entsteht die 3. Neues entsteht immer aus der Vereinigung von Gegensätzen, wie z.B. Mutter + Vater = Kind.
Daher ist die 3 auch die Zahl der Geburt.
Die 3 spielt auch in der Magie eine grosse Rolle: Den Urvater in der Alchemie und Entdecker des «Steins der Weisen» nennt man Hermes Trismegistos (griechisch für «dreimal grösster Hermes».
Bei Beschwörungen und Bannungen spricht man Formeln oder Wünsche 3 mal aus. 3 mal darf man raten, 3 mal lässt man das Geburtstagskind hochleben, aller guten Dinge sind 3 und in Märchen sind 3 Wünsche frei.
In den urtypischen Bildern, die den Lebensweg beschreiben, ist stets der 3. Schritt der Entscheidende. Am Anfang geht die ursprüngliche Einheit verloren, dadurch gerät der Mensch in die Polarität (Zweifel), bis ihn der 3. Schritt zu etwas Neuem führt, das der Ausgangssituation ähnlich, aber doch anders ist.
Symbolik: Das Dreieck ist das Symbol der Zahl 3. Es ist ein Grundsymbol bei fast allen Völkern. Im Christentum steht das Dreieck auch für die Dreifaltigkeit Gottes: Gott Vater, Gott Sohn, Gott Heiliger Geist. Die Pythagoräer sahen in dem Dreieck das kosmische Symbol für den «Anfang der Entstehung». Im Hinduismus wird es der lebensspendenden Göttin Durga zugeordnet. Bei den Freimaurern ist das Dreieck der Grundstein des Freimaurertempels.
Beschreibung von: Editha Wüst und Sabine Schieferle
Somit sind wir auch schon bei Bild 3, was absolut faszinierend ist, denn nun haben wir die drei geistigen oder himmlischen Zahlen beieinander.
Bei den Farben nennen wir sie nach Eva Brenner:
Glanzfarben oder die geistigen Farben
Rot: Vater, Wollen
Blau: Sohn, Fühlen
Gelb: Heiliger Geist, Denken
Nun bin ich ganz in meinem Sein angekommen, denn so läuft es auch beim Malen ab. Ein Gedanke, eine Idee die mich bewegt oder fasziniert, lässt mich nicht mehr los, und daraus entstehen Bilder. Zuerst als Gedanke, dann als Gefühl oder umgekehrt, die in eine Form kommen möchten. Während des Malens entstehen immer wieder neue, erweiternde Gedanken und Ideen und es fühlt sich an, wie Synapsen, die durch Kommunikation zusammenfinden, wie das Bild, das gerade entsteht. Ich fing an zur Symbolik auch die Mythen, Märchen und Geschichten zu lesen und erweiterte dadurch mein Wissen. Das war erstens, sehr inspirierend und zweitens, extrem spannend und ich war neugierig auf mehr.
Im Irdischen angekommen
Basis: Die Zahl 4
Die Zahl 4 ist die erste irdische Zahl, mit ihr entsteht die Materie, der Raum. Der Punkt steht für die 1, die Linie, die zwei Punkte miteinander verbindet, steht für die 2, ergänzt man diese Linie um zwei weitere, entsteht ein 3eck. Aus 4 Dreiecken baut man eine Pyramide und bildet damit einen Raum. Nach alter Überzeugung schuf Gott aus dem Nichts als erstes die 4 Elemente FEUER, WASSER, LUFT und ERDE. Aus diesen liess er dann die gesamte Schöpfung entstehen. Der Kreis steht für die göttliche Hemisphäre, die 4 (z.B. als Kreuz oder Quadrat) steht für das Irdische. Das Zusammentreffen von einem Kreis und der 4 finden wir z.B. im Keltenkreuz.
Symbolik: Die Zahl 4 ist die Zahl der Natur und der Arbeit. Mit der 4 verbinden wir auch das von Menschenhand Erschaffene. Die Natur formt Rundungen, die gerade Linie ist hier eher die Ausnahme. Beim Menschen ist es meist umgekehrt. Wir Menschen bauen vieles 4eckig: Häuser, Zimmer, Fenster, Türen…Sehen Sie sich einmal in Ihrem QUARtier um, Sie werden noch viel mehr 4eckiges sehen. Deshalb ist das Zeichen 4 auch sehr irdisch, denn es handelt sich um ein Quadrat
Bei zahlreichen Völkern wurde dem Viereck dieselbe Bedeutung zugemessen. Es versinnbildlicht die ERDE, die MATERIE, die 4 ELEMENTE → (FEUER, WASSER, LUFT und ERDE), die 4 Jahreszeiten und die 4Himmelsrichtungen.
Es steht auch für den begrenzten und eingegrenzten menschlich-irdischen Kosmos. Im alten Indien wurde die Erde «vierendig» genannt, in der Bibel ist von den vier Rädern die Rede. Durch die mathematische Strenge und Unveränderlichkeit ist das Quadrat der Inbegriff der Ordnung. Das Viereck symbolisiert Einteilung und Kultivierung, anderseits auch Begrenzung, Einengung und Gefängnis.
Es ist ein Symbol der Welt, mit einem Kreis umrundet zeigt es das Eine, den Urgrund und die 4 Stationen im Jahreskreislauf – Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Auch Kultur, Religion und Mystik haben die heilige 4 für sich gefunden.
Die Bibel kennt 4 Evangelisten → Matthäus, Markus, Lukas und Johannes.
Buddha lehrte die 4 edlen Wahrheiten → Dukkha, Samudaya, Nirodha, Magga.
Indien kennt die 4 heiligen Veden Rigveda, Samaveda, Yajurveda, Atharveda und der
Islam die 4 heiligen Bücher Thora, Psalmen, Evangelium und Koran.
Das Leben hat 4 Abschnitte: Kindheit, Jugend, Erwachsensein und das Alter.
Es gibt 4 Mondfasen: zunehmender Mond, Vollmond, abnehmender Mond, Neumond.
Ein Monat hat 4 Wochen und das Jahr 4 Zeitabschnitte.
Der Adventskranz mit seinen 4 Kerzen gilt als vollkommener Kranz.
Die 4 gilt auch als Herrscherzahl. Bereits bei den alten Ägyptern gebietet der König über die 4 Himmelsrichtungen. Bei der Thronbesteigung wird traditionell das Schwert in alle 4 Weltecken (Himmelsrichtungen) geschwungen, um damit die Herrschaft über alle Weltenden zu demonstrieren.
Das Kreuz hat 4 Enden.
Es gibt die 4 Geschmacksrichtungen: Süss, sauer, salzig, bitter und vieles mehr.
Beschreibung von: Editha Wüst und Sabine Schieferle
Mit der Zahl 4 bin ich im Irdischen angekommen, was das Kreuz symbolisiert. Lange hatte ich das Gefühl, das Kreuz selbst zu tragen, das wird man wahrscheinlich in meinen früheren Bildern erkennen können. Mein Titelvorschlag dazu: «Von der Opferrolle in ein SELBT-bestimmtes Leben.» Das brauchte viel Energie, Mut, einen starken Willen, enorme Ausdauer, eine grosse Portion Selbstreflektion und eine Menge Nachhilfestunden in Form von Kinesiologie, Kunsttherapie, Numerologie, Astrologie und noch vieles mehr. Einfach vielseitige Möglichkeiten und die sind ebenso bunt, wie die Farben. Nur 1 kleines Beispiel, wenn wir in die Natur schauen, kein grün ist im gleichen Farbton, es ist erstaunlich und gleichzeitig ebenso bewundernswert, was uns die Natur präsentiert!
All das fliesst und schwingt in diesen Bildern mit. Die Nummer 4 malte ich besonders gerne, es war das erste Bild mit den 5 Elementen und den 4 Jahreszeiten. Es fühlte sich alles so ganz und natürlich an und ich freute mich auch schon riesig auf die Nummer 5. Das dauerte allerdings ein paar Jahre:
Dazwischen: Neue Beziehung, neuer Name, neue Erfahrungen. Vieles neu verpackt, der Inhalt gleichgeblieben. (Lernthemen) Neue Erkenntnisse oder Aha-Erlebnisse. Spannend! Langweilig wurde es jedenfalls nie, dafür etwas anstrengend und manchmal auch intensiv.
Das Pentagramm
Basis: Die Zahl 5
Die Zahl 5 symbolisiert den reinen Geist. Sie ist die Zahl der Verbindungen und der Kommunikation (Sprache, aber auch das Schreiben). Die 5 ist die Zahl des Menschen, der wie ein 5-strahliger Stern in der Welt steht.
Unsere 4 Gliedermassen entsprechen den 4 Elementen und der Kopf entspricht dem geheimnisvollen 5. Element, dem Geist oder Äther. Wir haben 5 Finger an jeder Hand, um damit die Wirklichkeit 4 zu erfassen und den Sinn (1) zu begreifen. Mit den 5 Sinnen, der Sicht, dem Gehör, Gefühl, Geruch und Geschmack, erfährt der Mensch seine Umwelt. Da die Sinne unsichtbar sind (sie können nicht erfasst werden), sind sie für viele Menschen nicht wirklich. Die 5 sagt uns auch, dass wir beide Aspekte «ansehen» sollen, das Bewusste und das Unbewusste, Geist und Materie, das Pro und das Contra – beides ist wichtig. Das Unbewusste ist immer unser Ausgleich zum Bewussten – zum ganzheitlichen Leben.
Im Mittelalter galt das Einhorn als Christussymbol, das die Welt (4 Beine) zur Einheit (Horn) führt.
In der Geometrie gibt es seit jeher 5 Körper, die als makellos und gleichmässig gelten, weil sie sich aus gleichseitigen Flächen zusammensetzen. Diese Körper waren bereits den Pythagoräern gekannt. Platon hat sie später ausführlich beschrieben und den Elementen zugeordnet.
Die 5 platonischen Körper:
- Die Pyramide / Tetraeder, bestehend aus Dreiecken und entspricht dem Element FEUER
- Der Würfel / Hexaeder, der aus Vierecken besteht und die ERDE symbolisiert.
- Der Oktaeder / besteht aus Dreiecken und steht für das Element LUFT.
- Der Dodekaeder besteht aus Fünfecken und steht für den GEIST.
- Der Ikosaeder, aus Dreiecken zusammengesetzt und wird dem WASSER zuordnet.
Die Fünf symbolisiert die 5 Elemente und entstehen aus den 3 wichtigsten Zahlen: Die Göttliche 3 (Dreieck), die irdische 4 (Viereck) und die menschliche 5 (Fünfeck).
Symbolik: Das Pentagramm ist das reguläre Fünfeck. Es ist ein fünfzackiger Stern, er repräsentiert den Kampf gegen das Böse und die Abwehr negativer Kräfte. Das Pentagramm führt uns in die Einheit, und der Drudenfuss (umgekehrtes Pentagramm, Teufel mit zwei Hörnern) führt uns in die Zerrissenheit.
In der Esoterik ist der Fünfstern ein Symbol für den Mikrokosmos oder das 5. Prinzip – das Denkvermögen.
Zu Pythagoras Zeiten galt das Pentagramm als Zeichen für Gesundheit.
Mit dem Pentagramm kann der Magier die Natur beherrschen.
Agrippa von Nettesheim hat dem Pentagramm den menschlichen Körper zugeordnet. Es symbolisiert, dass der Mensch mit beiden Beinen am Boden steht und der Kopf in den Himmel ragt und so Himmel und Erde miteinander verbindet.
Nicht nur in vergangenen Zeiten, sondern auch heute wird das Pentagramm als Schutzsymbol und für das Gute verwendet.
Einige Christen sahen in ihm auch die Repräsentation der 5 Wunden Christi.
Die ersten Hebräer brachten den fünfzackigen Stern mit den ersten 5 Büchern der Bibel in Verbindung.
Im Umlauf der beiden Planeten Erde und Venus um die Sonne ergibt sich ein Muster: Scheinbar zieht die Venus im Laufe von 8 Jahren ein Pentagramm als Schutzschild um unsere Erde. Da die Venus aber keine Schalttage kennt, ist die 5. Verbindung nicht ganz geschlossen. Das Pentagramm ist das ursprüngliche Symbol für die Venus, deshalb sagt man zum Pentagramm auch VENUS-STERN. Die Venus bringt uns Liebe, Heilung und Transformation. Ein Pentagramm wird immer in einem Zug gezeichnet. Beginnend von oben nach links unten. Ein natürliches Pentagramm finden wir z.B. bei einem Seestern oder auch im Querschnitt eines Apfels mit seinem 5-teiligen Kerngehäuse. Biologisch gesehen, gehört der Apfel zu den Rosengewächsen, und auch die Rosen bilden in ihrem Inneren mit ihren Blütenblättern ein Fünfeck. Auch die Rose wird aufgrund ihrer Symbolik (Liebe und Sinnlichkeit) der Venus zugeordnet.
Beschreibung von: Editha Wüst und Sabine Schieferle
Die 5 ist meine Geburtstagszahl, diese liebe ich natürlich ganz besonders. Die 5 platonischen Körper forderten mich auf’s Tiefste heraus. Das Messen, Rechnen und viel strategisches Überlegen, es war recht anspruchsvoll. Wenn ich dieses Bild aber malen wollte, musste ich mich einigen Dingen stellen, die ich schon während der Schulzeit nicht besonders gerne machte. Denn, Rechnen, Deutsch und technisches Zeichnen waren nicht so mein’s, vielmehr das Freihandzeichnen, Werken, Gestalten, und Turnen. Nun bekam ich wahrscheinlich die grossartige Gelegenheit alles anders und mit viel Freude anzugehen und zu meinem Erstaunen, plötzlich machte es auch noch Spass, zudem sich gleichzeitig alte Blockaden spielerisch auflösten. Eine wunderbare Erfahrung, nachdem ich viele Hürden gemeistert hatte. Auch mit den Tieren habe ich seit klein auf eine tiefe Verbindung und auch die Natur mit ihren vielen Pflanzenarten faszinierte mich schon immer. Nachdem mich meine jüngere Schwester darauf aufmerksam machte, durfte ich auch die Kelchblätter der Rosen etwas genauer unter die Lupe nehmen, diese sind nämlich sehr besonders. Es gibt immer 2 glatte und 2 gezackte Blätter und eines davon ist immer einseitig gezackt und glatt auf der anderen Seite. Hier könnte man sagen: «Die Wege des Herrn sind unergründlich, so auch in der Natur.» Einfach grossartig, göttlich.
Auch die Äpfel gehören zum Rosengewächs. (Quer aufgeschnitten erhalten wir einen 5 Stern)
Der Goldene Schnitt ist ebenfalls eng mit der Zahl 5 verknüpft. Als ich dies nachgelesen habe, erfuhr ich, dass die Künstler früher immer den goldenen Schnitt für Ihre Bilder berücksichtigt haben.
Das Hexagramm
Basis: Die Zahl 6
Die 6 ist die Zahl der Zeugungskraft und kann somit der Schöpfungskraft eine Gestalt geben. Sie ist die Zahl der weiblichen Liebe, der Mutterliebe. Man ist geboren, um zu trösten, um diplomatisch zu sein und um Unharmonisches zu wandeln. Sie ist die Zahl der Familie sowie der Heilkraft. Der Würfel hat 6 Seiten, der, der Symbolik der Zahl 4 entsprechend, die Welt verkörpert, und klappt man den Würfel auf, ergibt sich ein Kreuz, das der typische Grundriss vieler Kirchen ist. Die Vollkommenheit spiegelt sich auch in der biblischen Schöpfung:
Die Erde entstand in 6 Tagen (6 = Zahl der Liebe zur Welt und den Menschen) erschuf Gott sein Abbild.
Die 6 ist die erste vollkommene Zahl, da sich sowohl als Summe, als auch als Produkt der ersten drei Zahlen die 6 ergeben: 1 + 2 + 3 = 6 und 1 x 2 x 3 =6
Symbolik: Das Hexagramm wird auch Sechsstern genannt. In der Magie nennt man es «Schild Davids» oder «Siegel Salomos» und es ist ein äusserst machtvolles Zeichen. Es heisst, König Salomo habe mit Hilfe dieses Siegels Dämonen gebannt und Engel herbeigerufen.
Das Hexagramm kennen wir auch unter dem Namen Davidstern. Der Davidstern wird als symbolische Darstellung der Beziehung zwischen Mensch und Gott interpretiert: Der Mensch hat sein Leben von Gott erhalten (nach unten weisendes Dreieck), und der Mensch wird zu Gott zurückkehren (nach oben weisendes Dreieck).
Das Hexagramm gilt als Symbol der beidseitigen Durchdringung, das nach gelungener Vereinigung von zwei überlappenden gleichseitigen Dreiecken gebildet wird. Die beiden Dreiecke symbolisieren Feuer (Dreieck nach oben, Feuer strebt nach oben) und Wasser (Dreieck nach unten).
Dieses sind Kräfte, die innerhalb der vier klassischen Elemente die grössten Gegensätze vereinigen.
Das Hexagramm ist eine Verbindung von zwei Gegensätzen:
Geist und Materie, Licht und Finsternis, Seele und Körper, Zeit und Raum, Mann und Frau….
Wenn der Mensch diese Gegensätze vereint, besitzt er grosse Heilkraft, da er die Energie aus den hohen Ebenen des Lichts über sich selbst als Kanal erden kann.
Eine weitere Deutung bestärkt die Urkraft des Hexagramms. Es vereint die Wirkung aller sieben Planeten der Astrologie: Saturn, Mars, Venus, Jupiter, Mond und Merkur, sie sind auf die 6 Eckpunkte verteilt und die Sonne bildet das Zentrum.
Unter anderem ist das Hexagramm auch das Zunftzeichen der Brauer und Mälzer, vielleicht gerade wegen der Vereinigung von Feuer und Wasser.
Beschreibung von: Editha Wüst und Sabine Schieferle
Mit dem Hexagramm konnte ich mich bestens verbinden, da ich nach Aussagen von einigen Mitmenschen auch wie eine Hexe wahrgenommen wurde, (das nahm ich natürlich stets als ein grossartiges Kompliment entgegen). Vielleicht war es so, weil ich eine eigene Meinung habe, nicht gerne mit dem Kollektiv laufe und eben auch ganz eigene Bilder male und gestalte. Es kam sogar einmal vor, dass in einem meiner Arbeitszeugnisse mein Eigenwille kritisiert wurde. Ja, es war sicher nicht immer einfach, dafür echt. So bin ich mir stets treu geblieben und das war mir wichtig und ein grosses Anliegen, denn es gehört zu meinen eigenen Werten.
Fränk war mein zweiter Partner, später mein Mann.
Wir haben verschiedene, schwierige Herausforderungen gemeinsam gemeistert und doch ist Fränk 2019 an einem Glatt-Skin Tumor (Gallenblasenkrebs) erkrankt. Es stand eine grosse OP an und wir wussten nicht, ob er das überlebt, deshalb gingen wir aufs Standesamt und reservierten einen Termin um zu heiraten, falls er das Überleben sollte. Die Ärzte klebten Fränk das Hochzeitsdatum an die Wand, nachdem Sie Ihm erklärten, dass es nun auf Ihn ankomme, denn Sie könnten nichts mehr für Ihn tun. So lag es nun in seinen und in den Händen einer höheren Macht und Fränk wollte ja schon lange Heiraten. Also, kämpfte er um sein Leben.
Die nächsten 4 Monate ein Auf und Ab, viele Spitäler, eine sehr intensive Zeit.
Das war wie gehext, in drei Wochen 7 Narkosen und dem Tod immer knapp davongekommen. Hochzeit verschoben, doch nach 4 Monaten, die Zeit über Ostern, welch ein Wunder, einen Lichtblick. Nach Pfingsten, ging es langsam, aber Schritt für Schritt Bergauf. Geheiratet wurde dann etwas später im Juli 2019. Es dauerte dreieinhalb Jahre, dann kam der Krebs erneut und mit Ableger zurück. Die Palliativbegleitung zu Hause während den letzten 7-8 Wochen, übernahmen meine und Fränks Schwestern, Fränks treuster Freund und ich.
Auf Bild 6 stehen zwei Engel an der Schwelle, ich sagte zu Fränk: «Schau, bis hier hin, wo die Engel warten, begleiten wir Dich, dann müssen wir Dich gehen lassen. Das hiess, immer wieder loslassen, transformieren auf eine andere Ebene gehen!
Sehr dankbar für das, was ich/wir mit Fränk während dieser Zeit Erleben durfte/n.
Fränk sagte noch zu uns, bevor er verstarb:
«Ich habe viel Gutes gehabt und viel auch Gutes.»
Ja, beim auch Guten haben wir am meisten gelernt. Dafür war es anstrengend und ging tief.
Die 7-armige Menora
Basis: Die Zahl 7
Die 7 ist eine heilige Zahl, die Zahl der Vollkommenheit im All, die Zahl der Vollendung und der Einheit. Sie ist die Zahl der Seele, der Mystik, des Glaubens und der Lebensfülle. Der 7. Sinn ist die Eingebung, die Verbindung nach oben. Der Glaube ist die Grundlage des Vertrauens und des vorbehaltlosen Einverständnisses gegenüber bestimmten Werten und Zielen. Die Zahl 7 setzt sich aus der Zahl 3, der Zahl des Himmels, der Seele und des Männlichen, und der Zahl 4, der Erde, des Menschen und des Weiblichen, zusammen und bringt somit Gott und die Menschen miteinander in Verbindung.
Sie ist deshalb auch die Zahl der seelischen Reife, die Körper und Seele vereint, die Zahl der Ganzheit. Die Zahl 7 zeigt sich sehr häufig in der Bibel:
Gott hat in 7 Tagen die Welt erschaffen. Es gibt die 7 Sakramente, die 7 Bitten im Vaterunser (3 auf Gott und 4 auf den Menschen bezogen), das Buch mit den 7 Siegeln, die 7 Gaben des heiligen Geistes. Besonders im alten Testament wurde die Zahl 7 häufig erwähnt:
7 Tugenden, 7 Todsünden, 7 magere und fette Jahre usw.
Es gibt die 7 Tage der Woche, jede Mondphase dauert 7 Tage, die 7 Hauptplaneten, die 7 Weltwunder, 7 Weltmeere und 7 Hauptchakren. Der Regenbogen mit seinen 7 Farben (gleich den Chakrafarben) verbindet Himmel und Erde miteinander. Nach antiker Überzeugung ziehen die 7 klassischen Planeten über die 7 Sphären und erzeugen dabei durch ihre Reibung die 7 Töne unserer Tonleiter, die man als Sphärenmusik hören kann – sofern man reinen Herzens ist.
Aus den 7 Bergen, die 7 Schwaben, 7 Fliegen auf einen Streich erledigte das tapfere Schneiderlein, die 7 Geisslein…
Thomas Ring, einem bedeutenden Astrologen des 20. Jahrhunderts, verdanken wir eine Gliederung des Lebenswegs anhand der 7 klassischen Planeten, die zunächst jeweils einem Lebensjahr entsprechen, und dann geht es jeweils in 7-Jahres Schritten durch das Leben. Auch in der Chakren-Lehre verläuft unser Leben in 7jährigen Zyklen. Jahr für Jahr erwartet uns ein neues Hauptthema, und alle 7 Jahre ein neues Grundthema. Auch, wenn diese Grundthemen regelmässig immer wieder in unserem Leben auftauchen, können wir gewisse Entwicklungen nur in einem bestimmten Lebensabschnitt vollziehen. Auch auf der Stofflichen Ebene vollzieht sich ein Wandel. Unser Körper erneuert sich alle 7 Jahre vollständig, alle Körperzellen sind dann durch neue ersetzt worden, und wir sind physisch gesehen ein vollkommen neuer Mensch.
Symbolik: Das Zeichen der Zahl 7 ist der 7-armige Leuchter, die MENORA
Sie ist eines der wichtigsten religiösen Symbole des Judentums und wurde auch in das Wappen des Staates Israel aufgenommen. Die Menora symbolisiert die Erleuchtung, die 7 Säulen der Weisheit. Die 7 Arme des Leuchters zeigen auf den Standort, die vier Himmelsrichtungen sowie das Oben und Unten. Ausserdem spiegelt sich die Zahl 7 samt ihrer Bedeutung darin wieder. Im jüdischen Denken steht die Zahl 7 für die Weisheit Gottes: Gott erschuf in 7 Tagen die Welt. 7 Tage hat die Woche. Der 7. Tag der Woche ist der Sabbat, er ist für die Juden heilig.
Als geometrische Formen werden der Zahl 7 noch das Heptagramm und der Siebenstern zugewiesen. Aus dem Siebenstern ist die Struktur unserer Woche hervorgegangen. Stellt man zunächst die 7 klassischen Planeten der Astrologie in der Reihenfolge ihrer Geschwindigkeit (Mond, Merkur, Venus, Sonne, Mars, Jupiter und Saturn) an seine Spitzen und folgt dann den Linien des Sterns, so findet man die Planeten in der Reihenfolge, die wir vom Wochenablauf her kennen.
Beschreibung von: Editha Wüst und Sabine Schieferle
Von jetzt an malte ich viel und es half mir sehr, die schwierige Zeit zu verarbeiten. Mit dem Malen war ich bei mir und fühlte mich getragen und nicht allein.
Die Zahl 7 ist eine heilige Zahl, die Zahl der Vollkommenheit im All. Die 7, die Zahl der Vollendung und der Einheit. Die 7 Planeten: (Sonne, Merkur, Venus, Mond, Saturn, Mars und Jupiter) geben in unseren Wochentagen die Richtung an. Die 7 ist die Zahl der Seele, der Mystik, des Glaubens und der Lebensfülle.
Alles passt wieder zusammen, wir gehen in unsere Heimat, in die Vollkommenheit oder ins kosmische Bewusstsein zurück. Doch, wir sind niemals getrennt voneinander.
Weisheit «die Doppelte 4»
Basis: Die Zahl 8
Die 8 ist die Zahl der Gerechtigkeit, des Ausgleichs und der Erfüllung. Bei den Germanen war die 8 als Symbol für die Gerechtigkeit bekannt. Ihr Femegericht bestand aus 8 Richtern, denen man 8ung zollte. Die 8 ist eine karmische Zahl – denn Gott hat am 8. Tag geweissagt. Er hat seine Vision und seine Voraussicht mit dem freien Willen des Menschen verbunden. Der Weihnachtsstern, der Christi Geburt verkündet, ist achtstrahlig. Jesus Christus, dessen Namen im griechischen den Zahlenwert 888 hat, ist Mittler zwischen Himmel und Erde, zwischen Gott und den Menschen. Seine Auferstehung wird als 8. Schöpfungstag gefeiert. Für die Christen steht die Zahl 8 für die Rettung und die Wiedergeburt, denn 8 Menschen haben die Sintflut in Noahs Arche überlebt. Zur Wiedergeburt bzw. Geburt gehört für Christen die Taufe. Als Verbindung von Himmel und Erde sowie als Zeichen der Auferstehung und des neuen Lebens findet man die 8 auch in vielen Kirchen wieder. Viele bedeutende Taufkirchen der Renaissance sind 8eckig, und an ihrer Decke geht das 8eck in einen goldenen Kreis über, der das himmlische Jerusalem darstellt.
Der 8. Tag eröffnet eine neue Woche, und mit dem 8. Ton vollendet sich die Oktave und führt die Tonleiter wieder an ihren Anfang zurück – die 8 ist sozusagen die Schwelle zum Neubeginn auf höherer Ebene. Sie ist der Übergang vom Alten ins Neue, Bessere und Höhere. In der 8 erwacht unser Bewusstsein und macht sich bereit für die Transformation der Zahl 9. Auf ihrem Weg zur Erlösung muss die Seele durch die 7 Himmel der 7 Planeten, bis sie die 8. Sphäre, den Fixsternhimmel (die Wohnstätte der Götter) erreicht. 8 Speichen hat das Rad des Lebens. In vielen europäischen Sprachen besteht der Unterschied zwischen dem Wort «Nacht» (ein Symbol des Unbewussten) und dem Wort «Acht» darin, dass das «N» entfällt. Mit dem «N» beginnt in diesen Sprachen auch das Wort «Nein» (ebenfalls ein Symbol des Unbewussten):
Somit ist die 8 Ausdruck der vom «unbewussten N» befreiten Nacht und verkörpert daher den neuen Tag und das erwachte Bewusstsein.
Symbolik: Die liegende Acht
Die Lemniskate ist das Symbol der Unendlichkeit und Unbegrenztheit.
Die beständige Verbindung zweier Welten, wie Himmel und Erde, Zeit und Ewigkeit kommt optisch in der querliegenden 8 zum Ausdruck. Dieses Ewigkeitssymbol veranschaulicht auch den hermetischen Grundsatz: «Wie Oben, so Unten», der seine christliche Entsprechung im «Wie im Himmel, so auf Erden» hat. Die Aufgabe von Jesus war es, die Liebe zu bringen und die Menschheit auf die Transformation in ein neues Zeitalter vorzubereiten.
Der obere Teil der 8 steht für das Bewusste, der untere Teil steht für das Unbewusste. Als geometrische Symbole werden der Zahl 8 zudem noch der Achtstern und das Oktagramm zugeordnet.
Beschreibung von: Editha Wüst und Sabine Schieferle
In der 8 erwacht unser Bewusstsein und macht sich bereit für die Transformation der Zahl 9, die Schwelle des Neubeginns.
Nach dem Tod von Fränk kam eine Zeit in der ich mich mit mir SELBST beschäftigen durfte um zu schauen, was sich verändert hat und wo es hin gehen darf? Viele Fragen standen offen, neu Orientierung war angesagt!
Das Malen mit diesen tiefen Symboliken half mir sehr dabei, Dinge anders oder tiefer zu sehen und zu verstehen als früher.
Wandel «Neu(n)»
Basis: Die Zahl 9
Die Zahl 9 ist eine heilige Zahl, sie steht für die Transformation. Als letzte einstellige Zahl symbolisiert die 9 den Übergang in eine neue Ebene, einen höheren Bereich, zu einem höheren Bewusstsein. Sie ist die Zahl der Initiation, also des Aufstiegs in einen anderen Seinszustand, z.B. vom Kind zum Mann, vom Novizen zum Priester, vom Laien zum Schamanen. Im Christentum haben die Taufe, die Kommunion und die Firmung initiativen Charakter – die Errettung der Seele durch die Aufnahme in den Kreis der Gläubigen. Bei Einweihungen spielt die 9 als Zahl der Sammlung und Vorbereitung eine Schlüsselrolle.
Es sind 9 Stunden, 9 Nächte, 9 Tage, 9 Wochen, 9 Monate oder 9 Jahre, die diesem Initiationsschritt vorausgehen. Pythagoras verbrachte 3 x 9 Tage in einer Grotte, um in die Mysterien eingeweiht zu werden. Das eigentliche Ziel der inneren Sammlung vor dem Schritt ins Neue ist die Selbsterkenntnis. Bereits Pythagoras lehrte, dass der Mensch die 9 erreichen sollte. «Ich wachse über mich selbst hinaus.»
Sowohl als Symbol der Selbsterkenntnis als auch als Wegweiser für die richtige Schrittfolge zeigt sich die 9 im Enneagramm. Ursprünglich beschrieb es einen 9-stufigen Entwicklungsprozess. Jakob Böhme, ein bekannter deutscher Mystiker und Philosoph aus dem 16. Jh., schrieb:
«9 ist die Zahl der Tinktur, bis in die neunte Zahl sollen wir gehen, weiter nicht; in der neunten Zahl sieht man alle Dinge.»
Das Bagua des Feng Shui zeigt vier Haupt- und vier Zwischenrichtungen an. Die Orientierung erfolgt aus der Mitte, dem Sitz der 9, diese symbolisiert das Zentrum, den Ort der Gesundheit. Als Potenzierung der göttlichen 3 (3 x 3) hat die 9 eine starke, religiöse Bedeutung. Im Christentum gibt es die Vorstellung von 9 himmlischen Engelschören und einem 9-stufigen Himmel, und in der Bergpredigt sind es 9 Seligpreisungen. Der 9. Tag ist der Tag der Stille, des Lichts, der absoluten Göttlichkeit. Christus starb zur 9. Stunde, die Odyssee dauerte 9 Jahre, ein Kind wird nach 9 Monaten geboren.
Die beiden Worte «neu» und «neun» sind in vielen Sprachen miteinander verwandt bzw. sich sehr ähnlich:
Obwohl die meisten Menschen den Schriftzug anders herum machen, ist auch das Schriftzeichen 9 ein Symbol für den Weg von aussen nach innen, ihr Kehrbild, die Zahl 6 gilt als fruchtbar und geht aus sich heraus.
Die 9 steht für physikalische Kräfte, Materialismus und Transformation. Ihr Vielfaches lässt sich am Ende immer wieder auf die 9 zurückführen, z.B. 3 x 9 = 27, Quersumme 2 + 7 = 9.
Das bedeutet, dass die Zahl immer erhalten und immer sie selbst bleibt. Somit bekommen sie eine Bezieh- ung zum göttlichen Urgrund, der war, der ist und der sein wird, gleichgültig, welche Form er annimmt.
Symbolik: Das Zeichen der 9 ist die Spirale
Sie gilt als eines der ältesten Sinnbilder überhaupt und erschien schon auf Felszeichnungen, im alten Ägypten oder in keltischen Ornamenten. Auf vielen alten Schmuckstücken findet sich dieses Symbol. Als rechtsdrehende Spirale bedeutet es Schöpfung. Von einem Punkt verbreitet sich alles nach aussen. Die linksdrehende Spirale ist ein Zeichen der Rückkehr zur Einheit. Es ist ein Weg der Verinnerlichung, denn von aussen nach innen kehren wir zurück in die Mitte, zu uns selbst, zu Gott. Die Spirale ist ein Symbol für die Einheit von Körper, Geist und Seele. In der Natur können wir immer wieder Spiralformen entdecken, z.B. bei Schneckenhäusern oder im Fruchtstand von Pflanzen, bei Sonnenblumen und Zapfen von Nadelbäumen. Auch eine Spinne spinnt ihr Netz meist spiralförmig. Das wohl wichtigste Beispiel ist aber sicherlich die DNS-Spirale.
Beschreibung von: Editha Wüst und Sabine Schieferle
Die 9, die für mich auch die Farbe Violett symbolisiert, den Wandel und die Transformation: «Da stand ich jetzt mittendrin.»
Die Farbe Rot = Glanz des LEBENS
Die Farbe Blau = Glanz der SEELE
(Rudolf Steiner, «das Wesen der Farben» GA 291)
Würden wir die Transformation in Farben sehen, wäre das in Violett!
Zu dieser Zeit besuchte ich in Reiden die Schule für farbiges Lernen und gleichzeitig die medizinischen Grundlagen und Notfälle. Das passte bestens zu dem, was in meinem äusseren Leben passierte und war sehr spannend, deshalb liess ich auch hier, vielleicht etwas mehr vom Wandlungsprozess einfliessen.
Die 9 ist eine heilige Zahl, sie steht für Transformation. Als letzte einstellige Zahl symbolisiert die 9 den Übergang in eine neue Dimension, einen höheren Bereich, zu einem höheren Bewusstsein.
«Göttliche Ordnung, Vollkommenheit»
Basis: Die Zahl 10
Die 10 ist die Zahl der göttlichen Ordnung, der Vollkommenheit, der Vollendung. Sie beschliesst die Zahlenreihe der Einer und beginnt die Reihe der Zehner. Sie besteht aus 1 und 0, hier verbindet sich der Anbeginn, die Zahl 1, mit dem Nichts, der Zahl 0.
Auch bei den Pythagoräern war die 10 eine heilige Zahl, denn sie bildet die Summe aus dem ersten vier Grundzahlen: 1 + 2 + 3 + 4 = 10.
Das Ergebnis aus den 4 Elementen ist die gesamte Schöpfung.
10 Finger haben unsere Hände, zusammengelegt, als betende Hände, begeben wir uns in die göttliche Ordnung. Im Christentum und im Judentum sind uns vor allem die 10 Gebote bekannt. Hier zeigt sich einmal mehr die Zahlenmystik.
Die 10 Gebote setzen sich aus 3 Geboten für den Umgang mit Gott + 7 Gebote für den Umgang der Menschen untereinander zusammen. Auch im Buddhismus gibt es 10 Gebote, 5 für den Laien und 5 für den Mönch. Reinigungen und Fastenrituale dauern 10 Tage. Der kabbalistische Sephirotbaum mit seinen
10 Energiezentren ist ein Sinnbild der ganzen Schöpfung. Die römische X für 10 wurde vielfach mit dem Kreuz assoziiert.
Symbolik: Die Verkörperung der 4 Elemente bzw. der 4 ersten Zahlen-1+2+3+4-veranschaulichten die Pythagoräer in dem für sie heiligen Symbol der Vierheit, die Tetraktys.
Dieses Sinnbild hat nach alter Überzeugung genau das, was die Qualität des Heiligen ausmacht. Es ist mehr, als die Summe seiner Bestandteile. Die 10 Punkte, aus denen dieses Zeichen besteht, formen gleichzeitig ein göttliches Dreieck, das wiederum für Vollkommenheit und das Gleichgewicht der Polaritäten steht.
Beschreibung von: Editha Wüst und Sabine Schieferle
Die meisten Menschen kennen die 10 Gebote aus der Bibel. Doch die Zehn ist viel mehr. Sie stellt das Ganze dar.
Die Gebote setzen sich zusammen aus:
3 Geboten für den Umgang mit Gott und
7 Gebote für die Menschen untereinander.
Ist eine Meisterzahl
Basis: Die Zahl 11
Im Sephirothbaum mit seinen 10 Energiezentren gibt es noch eine 11. Sephira.
Sie heisst Daath und gilt als Symbol der verbotenen Frucht, von der Adam und Eva im Paradies gegessen haben. Die 11 ist aber auch die Differenz zwischen den 365 Tagen unseres Kalenders und den 354 Tagen des Mondkalenders. Die 11 steht somit für die Zeit zwischen den Jahren; eine aus dem Rahmen fallende Zeit, wie sie die meisten Kulturen kennen. Eine verkehrte Zeit, in der die normalen Verhältnisse Kopf stehen. In dieser Zeit zwischen den Zeiten herrscht eine Art «rituelle Anarchie», in der sich der zivilisierte Mensch vergessen darf. Er wird wieder eins mit den altertümlichen Kräften. Dazu gehören die Rauhnachtsbräuche und andere tolle Tage, wie z.B. unser Karneval oder Fasching, der am 11.11. um 11 Uhr 11 beginnt und von einem 11-köpfigen Präsidium/Komitee geleitet wird. Der Wassermann, das 11. Tierkreiszeichen, spiegelt diese Themen wider. Mit der 11 hat die letzte Stunde begonnen.
Symbolik:
Das Labyrinth symbolisiert die Zahl 11. Es hat seinen Ursprung nichts mit einem Irrgarten zu tun, in dem aus verschiedenen Möglichkeiten der richtige Weg zur Mitte gesucht werden muss. Das ursprüngliche Labyrinth wird in seiner Grundform immer gleich dargestellt. Ein verschlungener Weg führt zur Mitte des Labyrinths. Der Weg hat weder Abzweigungen noch Sackgassen. In der Mitte angekommen, führt der Pfad auf gleichem Wege wieder hinaus. Man wird wie von einer unsichtbaren Hand (Gottes Hand?) geleitet.
In einem Labyrinth steckt reichlich Symbolik, eine Vielzahl an Deutungen und Bedeutungen. Es verbindet das Quadrat und den Kreis zu einer Figur. Das Quadrat ergibt sich, indem man in die Mitte des Labyrinths, um das Kreuz herum, die Endpunkte der Wegbegrenzungen verbindet. Der Kreis findet sich in den Wegen des Labyrinths um die Mitte herum. Kreis und Quadrat sind die Symbole für Himmel und Erde, Geist und Körper und somit zusammen: Symbole für die Welt und das Leben – die Ganzheit. Die Erde ist mit ihren 4 Himmelsrichtungen vom Kreis des Himmels umschlossen.
Wer das Labyrinth betritt, hat das Ziel bereits vor Augen. Die Distanz scheint nur kurz zu sein. Doch der Weg führt um die Mitte herum und dann wieder weiter weg. Das Labyrinth ist ein Symbol für den komplexen Lebensweg des Menschen. Auf der Suche nach sich selbst liegt ein langer, unbekannter Weg mit überraschenden Wendungen. Das Labyrinth hat zwei Wege, einer führt hinein und der andere heraus aus der Mitte. Der Weg hinein ist voller unbekannter Dinge. Um den Weg hinausgehen zu können, ist eine Kehrtwendung unerlässlich. In der Umkehr liegt der Schritt in die FREIHEIT, ein Gedanke der Auferstehung und des Neubeginns. Der Weg hinaus ist ein stiller, demütiger Weg, der zur LIEBE führt.
Beschreibung von: Editha Wüst und Sabine Schieferle
Dieses Bild war für mich wieder einmal ein ganz Besonderes. Die Zeit, die aus dem Rahmen fällt, so, wie ich: nicht ganz genormt und eben eigenwillig, falle ich natürlich auch aus dem Rahmen. Zudem ich die Rahmen lieber sprenge, als ich diese setze. Mich fasziniert die Mystik, das Geheimnisvolle, das Zauber- und Hexenhafte, die «Rauhnächte», und ebenso die Fastnacht mit ihren bunten und farbenfrohen Kostümen und Masken.
(Die Zwischenzeit, die aus dem Rahmen fällt, ist zwischen Weihnachten und Neujahr und während der Fastnacht).
«Heilig, Vollkommen»
Basis: Die Zahl 12
Die 12 ist ebenso eine heilige wie vollkommene Zahl, denn auch sie ergibt sich aus der göttlichen 3 und der irdischen 4: 3×4 = 12.
Wir kennen 12 Tierkreiszeichen, 12 Monate vollenden das Jahr. Die Zahl 12 steht für zyklisch wiederkehrende Erfahrungen, aus denen wir lernen und Erkenntnisse gewinnen. Ergänzung von mir: die 12 Sinne nach Rudolf Steiner.
Als Doppelung, als 2 x 12, kennen wir sie als Stunden des Tages und als Tage des Advents. Anschliessend, nach der Adventszeit, ab dem 25. 12. folgen die Rauhnächte. Das gute alte Dutzend (lat. Duodecim = zwölf) war früher eine gängige Masseinheit. Man muss bis 12 zählen, um das Ganze zu erfassen. Das zeigt sich im Deutschen und im Englischen auch in der Eigenart, dass bis 12 jede Zahl einen eigenen Namen hat.
Aus der Bibel kennen wir die 12 Stämme Israels, das 12-Prophetenbuch des AltenTestaments, die 12 Jünger und die 12 Apostel. Das letzte Buch der Bibel, die Offenbarung des Johannes, ist ganz und gar von Zahlensymbolik durchdrungen. Dort ist die 12 die Masszahl für das neue Jerusalem, den Ort der Erlösung. Diese Stadt ist auf 12 Edelstein-Fundamenten gebaut mit 12 Toren aus 12 Perlen, die den Namen der 12 Stämme Israels tragen und von 12 Engel bewacht werden. Darin kommt nicht nur die Heiligkeit der 12 zum Ausdruck, sondern auch die Idee des Ziels. Mit der 12 schliesst sich der Kreis, und sie symbolisiert damit auch das glückliche Ende der langen Reise, das erreichte Ziel. In der Vision des Johannes ist es 12 mal 12000 Auserwählten beschieden, am Ende der Zeiten in dieser himmlischen Stadt zu leben.
In Märchen und Mythen kommt die 12 ebenfalls häufig vor. Es sind z.B. 12 Jäger, 12 Prinzessinnen, 12 gute Feen oder eben
1 Duzend Soldaten. Auf dem Zifferblatt der Uhr zählen wir die 12, dann ist der Kreis vollendet. Solange das höchste aller Ziele jedoch nicht erreicht ist, besagt das Ende eines Zyklus stets, dass ein neuer Zyklus beginnen muss, da es andernfalls13 schlägt. Es geht um die Bereitschaft, das eigene ICH zu opfern. Solange die 1 und die 2 nebeneinanderstehen und keine Vereinigung zur 3 stattfindet, kann nichts neues entstehen. Wir pendeln zwischen der Polarität von 1 und 2. Diese können wir als quälend empfinden, da wir zwei Sachen gleichzeitig wollen, die sich aber anscheinend gegenseitig ausschliessen, z.B. wenn wir zwischen Familie und Beruf, spiritueller Suche und materiellen Notwendigkeiten, Freiheit und Geborgenheit, Vernunft und Instinkt entscheiden sollen. Die Lösung liegt darin, nicht zwischen den beiden Extremen (1 oder 2) hin und her zu pendeln, sondern die goldene Mitte, die 3 zu finden und Verbindungen zu schaffen.
Symbolik: Das geometrische Symbol der Dodekaeder, der Zwölfflächner symbolisiert die Zahl 12.
Er besteht aus 12 Fünfecken.
Dieser Kombination liegt eine tiefe Symbolik zugrunde. Sie verbindet den Menschen (5) mit dem göttlichen Raum (12).
Die Zahl 1 steht für das Männliche und die Zahl 2 für das Weibliche, Zusammen ergeben sie die Vollkommenheit.
Beschreibung von: Editha Wüst und Sabine Schieferle
In diesem Bild liess ich ganz besonders viel Inspiration von meinen Kunsttherapeutischen Sitzungen, speziell aber von dem 6-tägigen Osterwochenkurs «Biographie Märchen-malen» im April 2022 bei Ursula Staubli mit einfliessen. Auch konnte ich das Gelernte in Astrologie dazu nehmen, und den platonischen Körper Pentagondodekaeder, (Symbol des Geistigen), als Zentrum in die Mitte bringen und somit auch wieder zu Bild 5 (die 5 Elemente) eine Rückverbindung herstellen. Das Abend Mal vom Osterkurs 2022 prägt dieses Bild noch zusätzlich und es enthält alle Farben und deren verschiedenste Nuancen. Es symbolisiert das Ganze und somit beinhaltet dieses Bild alles, Himmel und auch Erde.
«Bemerkenswerte Kraftzahl»
Basis: Die Zahl 13
Die Zahl 13 ist eine bemerkenswerte Kraftzahl, welche die Strukturen der Zahl 12 soweit auflöst, dass ein Übergang in eine neue Ebene möglich wird. Die Zahl 13 gilt gemeinhin als Unglückszahl, vor allem, wenn der 13. eines Monats auf einen Freitag fällt. Über den Ursprung dieses Aberglaubens herrscht leider keine Einigkeit. Die Zahl 12 ist, wie bereits erwähnt, eine vollkommene Zahl, sie ist der Abschluss eines Zyklus, mit ihr schliesst sich der Kreis.
Die 13 wiederum ist die Nabe, die Mitte in diesem Kreis. Jesus befindet sich mitten unter den Jüngern, er ist der vereinigende Punkt. Die Mitte symbolisiert die Transformationskraft, die durch das Opfer des Einen und die Erlösung des Ganzen entsteht. Dazu ist aber auch der Blick in die Mitte und die Auseinandersetzung mit dem Ende erforderlich. Besonders in den letzten Jahrzehnten ist dies in unserer Kultur nicht mehr üblich; man blickt weg, der Tod wird verdrängt, wir wenden uns ab und verlieren die Mitte, die Transformation aus den Augen, dadurch verliert die Zahl 13 ihre erlösende Kraft. Die Zahl 13 löscht sämtliche Informationen, die mit Schuld und Karma zu tun haben.
Der Freitag ist Freya gewidmet, der nordgermanischen Göttin der Liebe, und damit auch Ihrem römischem Gegenstück, der Venus. Wo wir dann auch wieder bei der Zahl 13, der Venuszahl angekommen sind. Man kann davon ausgehen, dass es sich beim Freitag in früheren Zeiten um einen Freuden- und Festtag gehandelt hat, der erst später zu einem Unglückstag umgedeutet wurde, weil das Patriarchat die weibliche Kraft nicht anerkannte. Man denke an die zahlreichen Hexenverbrennungen im Mittelalter und die weit bis ins 20. Jahrhundert hineinreichende Unterdrückung der Frauen.
Die Zahl 13 entdecken wir auch in den Zyklen des Mondes wieder. Es gibt in manchen Jahren 13 Voll-monde. Viele religiöse Feste der grossen Religionen werden auch heute noch nach Mondkalendern berechnet. In der Esoterik, der Numerologie und auch in der Wirtschaft spielt die 13 eine wichtige Schlüsselrolle.
Die Venus zieht im Laufe von 8 Jahren ein Pentagramm (siehe Symbolik Zahl 5) um die Erde.
Die Venus umrundet in dieser Zeit 13mal die Sonne. Es vergehen also 8 Erdenjahre und 13 Venusjahre, währenddessen ein 5-Stern, ein Pentagramm, um die Erde entsteht. Bei der Venus treffen wir auf die Abfolge der Zahlen 5, 8, 13, welche nebeneinander liegende Zahlen in der berühmten Fibonacci-Reihe sind, die den mathematischen Code für den goldenen Schnitt beinhaltet. (Hierbei wird immer die Summe der beiden vor-hergehenden Zahlen mit der vorhergehenden Zahl addiert, also 1+2 = 3,2+3 = 5,3+5 = 8,5+8 = 13 usw.)
Die 13 finden wir auch physiologisch an einer äusserst bedeutsamen Stelle, nämlich bei der Entstehung des menschlichen Körpers. Am 13 Tag nach der Befruchtung bildet der Embryo die Nabelschnur aus und verankert sich dadurch erstmals wirklich in dieser Inkarnation. Mit dem Ausbilden der Nabelschnur haben wir uns an den Blutkreislauf unserer Mutter angeschlossen. Unsere leibliche Mutter ist die menschliche Vertreterin der Mutter Erde. So hat diese Begebenheit eine ebenso wichtige Bedeutung wie die Befruchtung der Eizelle und die Geburt selbst. Nach diesem Ereignis, dem Anschluss an den Blutkreislauf der Mutter, vergehen in der Regel noch 20 mal 13 Tage bis zur tatsächlichen Geburt.
Symbolik: Als Symbol für die Zahl 13 haben wir die Venusblume nach Werner Neuner gewählt.
Die 13 ist die Zahl der Weiblichkeit, der weisen Frauen, der neuen Göttinnen und deshalb eine Venuszahl. Sie bringt eine grosse Kraft bedingungsloser Liebe mit. Die Venusblume ist ein Mandala in fünffacher Fünferstruktur. Sie besteht aus fünf (nicht sichtbaren) Kreisen, die sich nach den Regeln der «Heiligen Geometrie» im Verhältnis des Golden Schnitts vergrössern. Auf jedem dieser fünf Kreise liegen fünf Punkte. Verbindet man diese Punkte durch fliessende Linien, so entsteht die Venusblume. Mit der Venusblume laden wir die hilfreichen Kräfte der Venus ein, im Einklang mit Mutter Erde ins Bewusstseinsfeld einzustrahlen, um sich von dort aus im gesamten Menschheitsbewusstsein auszubreiten.
Beschreibung von: Editha Wüst und Sabine Schieferle
Die Christuskraft in uns wecken. Dieses Bild verfügt über alle Farben und Achsen im Farbenkreis:
Rot/Grün, die Beziehungs-Achse
Blau/Orange, die Verbindungs-Achse
Gelb/Violett, die Schicksals-Achse
Manchmal durchlaufen wir Situationen im Leben, die sich sehr schmerzhaft anfühlen, aber genau dort lernen wir am meisten.
Bild Pfingsten habe ich 2007 gemalt, das war vor 17 Jahren, es passt gut zu Nr. 13, nur verstehe ich heute viel mehr von dieser tiefen Bedeutung. Ich habe gelernt, nicht die Situation zu ändern, sondern meine Einstellung dazu. Der Wandel findet im Geist von jedem einzelnen Menschen statt: «Insofern er bereit dazu ist.»
Meine Mutter sagte öfter: «Nimm mini Ouge und lueg!»
«Die Situation bleibt stets die gleiche, wir können aber unsere Sichtweise dazu verändern.»
Symbolik: Der Kreis und «O’uroboros»
Basis: Die Zahl 0
Die Zahl 0 als Zeichen ist erst etwa 1000 Jahre alt und stammt aus Indien. Die 0 ist in der Mathematik sehr spannend. Sie lässt die Zahlen wachsen: Aus einer 1 macht sie ganz schnell eine 10. Die 0 kann aber auch andere Zahlen verschwinden lassen: 1 x 0 = 0. Alles, was mit 0 multipliziert wird, wird zum Nichts. Die 0 steht für die Kraft und die Energie, die noch nicht da ist, aber noch entstehen kann.
Symbolik: Der Kreis
Auch wenn diese Zahl noch relativ jung ist, gehört ihr Zeichen, der Kreis, zu den ältesten Zeichen der Menschheit. Er ist Sinnbild des Vollkommenen. Als Ehering, der die Verbindung mit dem Partner symbolisiert, oder als Kranz, den wir auf ein Grab legen. Dort zeigt er, neben unserer Verbundenheit mit dem Verstorbenen, auch, dass Leben und Tod zusammengehören und ein Ganzes bilden.
Der Kreis findet sich in vielen Kulturen, Religionen und Mythologien wieder. Er symbolisiert das weibliche Prinzip, das Runde der Erde, die Einheit, Ganzheit und die Harmonie.
Der Kreis ist eine Linie, die in sich selbst zurückführt. In ihm gibt es weder eine bestimmte Richtung noch einen Anfang oder ein Ende. Der Kreis bleibt in seiner Geschlossenheit immer gleich. Diese geometrischen Beschreibungen eignen sich, um uns dem Begriff des Göttlichen zu nähern. Auch das Göttliche bleibt sich immer gleich, ist unveränderlich, es hat weder Anfang noch Ende und ist in seinem Wirken absolut ewig.
Ein weiteres Symbol für die Zahl 0 ist der «Ouroboros» – die Schlange, die sich selbst in den Schwanz beisst. Sie gehört zu den ältesten Bildern der Menschheit. In der Alchemie ist sie Sinnbild für den Urstoff, aus dem alles hervorgeht. Da in der Gestalt des Ouroboros Anfang und Ende, Kopf und Schwanz miteinander verbunden sind und sich die Enden noch nicht gelöst haben, wird er als Symbol dafür gesehen, was nach menschlicher Vorstellung vor aller Schöpfung war. Himmel und Erde, Licht und Finsternis, Gut und Böse, Mann und Frau waren im Göttlichen vereint. Daher ist der Ouroboros ein Sinnbild für die Einheit der Gegensätze. Erst, wenn sich der Biss gelockert und gelöst hat, wird aus der Einheit die Zweiheit, die Pole trennen sich voneinander. Der Ouroboros symbolisiert die Ewigkeit und die Unendlichkeit.
Beschreibung von: Editha Wüst und Sabine Schieferle
Uroboros ist eine Schlange, die sich selbst in den Schwanz beisst und so einen Kreis bildet. Sie symbolisiert damit Beständigkeit und Unsterblichkeit, sowie das Prinzip des «Einen in Allem».
Das war für mich natürlich nochmals wie eine Rückschau zu Fränk, denn er besuchte im 2018 einen Steinhauerkurs. Er hatte etwas ganz anderes vor zu gestalten, doch der Stein brach immer wieder ab, letztendlich liess er sich führen und es entstand der «Uroboros». Wie oben beschrieben, nahm die Geschichte ihren Lauf und an diesem Symbol (Uroboros = Unendlichkeit) konnte sich Fränk 2019 erstmals lange festhalten. So geschah das grosse Wunder, Fränk überlebte diese schwere Krankheit für immerhin 3.5 Jahre. Er bekam die Möglichkeit Vieles zu klären und auch Seinen Abschied mitzugestalten. Auch für uns war das eine wichtige, wertvolle Zeit, um Abschied zu nehmen und in Dankbarkeit loszulassen.
Es war eine neue, tiefe Erfahrung und ein wunderbares Geschenk Fränk in Anteilnahme, Schutz, Herzensgüte und Liebe auf diesem Weg begleiten zu dürfen und dafür bin ich, sind wir enorm dankbar.
Alles beginnt mit einem Anfang, hat eine Mitte und neigt sich wieder einem Ende zu. Nun war Fränk an einem Punkt in seinem Leben angekommen, wo er sagen konnte: «Es ist gut und abgerundet, wie bei «Uroboros» und so spannte er seine Flügel aus, flog durch die stillen Lande, als flöge er nach Haus und das war seine letzte grosse Reise.
Die Ellipse
Basis: Ellipse
Das dritte Symbol, dass wir der Zahl 0 zuordnen können, ist die Ellipse.
Sie schenkt Geborgenheit und Schutz – wie die Aura, die unseren Körper wie eine Hülle umgibt. Die Ellipse ist die Urform aller planetaren Frequenzen. Denn die Bahn der Planeten verläuft ellipsenförmig auf ihrem Weg «rund» um die Sonne.
Beschreibung von: Editha Wüst und Sabine Schieferle
Nun sind wir schon beim letzten Bild von dieser langen Reise oder Serie angekommen. Inzwischen sind wertvolle, reiche sieben irdische Jahre vergangen. Wie wir anhand dieser Bilder feststellen können, bleibt das Leben nicht stehen, es ist ständig in Bewegung und Veränderung. Darum Lebe jetzt, jeden Moment, male, tanze, weine, lache, gib Deinen Gefühlen Beachtung und einen besonderen Platz. Sie wohnen in Dir und möchten in einer persönlichen Form zum Ausdruck kommen z.B. in Bilder, Schreiben, Musik, Tanz, und noch vieles mehr, sie sind sehr wertvoll.
So denke ich, wir kommen von den Sternen und wir kehren dorthin zurück. Das Bild 15 Ellipse erinnert und verbindet mich sehr mit dem Ganzen. So kehrte meine Mutter als letzte, während diese Bilder entstanden, im Januar 2024, nach meinem Bruder (2018) und Fränk (2022) ebenfalls zu den Sternen zurück. Doch, was bleibt, sind, die gemeinsamen Erlebnisse und schöne Erinnerungen, bei mir auch Spuren in Form von Bildern, das freut mich ganz Besonderes. Die Menschen bleiben, auch wenn Sie gehen: «Im Herzen, in der Erinnerung und in denen, die nach uns kommen. Vielleicht auch in Bildern, Musik, Büchern, Gedichten und vieles mehr.
Mit dem letzten Bild geht diese Reise zu Ende, und ich freue mich, dass eine neue beginnen darf, und, wie schon gesagt: «Leben bedeutet Bewegung, nichts bleibt, wie es war. Alles ist im Wandel, deshalb wird es auch kein Bild geben, das genau gleich aussieht». Es sind Unikate von Situationen, aus und mit dem Leben. Ich liebe Originale in Bildern, sowie in Menschen. So schrieb es auch mein Hausarzt bei meiner ersten grossen Ausstellung 2005 im Tierlihuus Aarwangen in mein Gästebuch.
Liebe IREN
«Bitte, immer ein Original bleiben»!


